Am vergangenen Samstag traten die SV Espenau Rangers zum letzten Mal in dieser Saison auf dem Großfeld an. Gegen die schon als Meister feststehenden Mainzer gelang ein 9:6 Sieg, wobei man insbesondere im letzten Drittel zu überzeugen wusste, das man mit 4:0 für sich entschied.
Bereits in der Vorwoche konnte sich die erste Mannschaft von Floorball Mainz mit einem hart erkämpften Sieg über die Frankfurt Falcons II die Meisterschaft sichern. Zwar hatten die Rangers das Hinspiel gegen Mainz deutlich mit 7:1 gewonnen, doch Mainz ging in allen anderen Partien als Sieger vom Platz, während die Rangers drei Spiele gegen schwächer platzierte Teams verloren.
Obwohl es sportlich um nicht mehr viel ging – die Platzierungen als Meister und Vizemeister der beiden Teams stand vorher bereits fest – nahmen sich augenscheinlich beide Teams vor, die Saison mit einem Sieg abzuschließen. Die Rangers starteten überlegen, leisteten sich aber einige Fehler, die den Gegner zu Toren einluden. Und so stand es nach dem ersten Drittel trotz mehr Ballbesitz und Chancen für die Espenauer 3:3.
Im zweiten Drittel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild, doch nach dem Führungstreffer für die Rangers durch Marc Berger gab es eine Phase, in der man die Kontrolle über das Spiel verlor. Die eigenen Offensivaktionen wurden weniger und ungenauer ausgespielt, stattdessen gelang es dem Gegner immer häufiger, vor das Tor von Goalie Daniel Hirtreiter zu kommen. So konnte man sich nicht beschweren, als man nach katastrophalen fünf Minuten in der 33. Spielminute mit 4:6 zurücklag, eher hätten die Mainzer in dieser Phase sogar noch mehr Tore erzielen können. Ins Spiel zurück brachte die Rangers kurz vor Ende des Drittels Felix Beyer mit dem Anschlusstreffer zum 5:6.
Im letzten Drittel folgte dann ein würdiger Abschluss für diese Saison: Die Defensive stand wieder sortierter und kompakter, die Fehler auf der eigenen Seite wurden weniger und das Offensivspiel der Mainzer wieder so unkreativ wie im ersten Drittel. Besonders erfreulich: Es waren die eigentlichen U17-Spieler Felix Ahlemeyer und Levian Rumpf, die dann die Führung für die Espenauer besorgten und dafür im Anschluss an das Spiel mit dem All4Labels-Golden Ball ausgezeichnet wurden. Es zeigte sich, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt und bereits jetzt junge Spieler im Herrenbereich wichtige Rollen übernehmen. Den Schlusspunkt setzte Noah Makki mit seinem Treffer zum 9:6.
Somit kann man aus der Rückschau feststellen, dass die dritte Meisterschaft in Folge leider in Partien gegen vermeintlich leichtere Gegner hergegeben wurde (Niederlagen gegen Frankfurt II, Marburg/Ebersgöns und Erlensee), während man in beiden direkten Duellen gegen Mainz jeweils deutlich das bessere Team war. Dem Meister gilt es Respekt zu zollen für die konstanten Leistungen gegen die anderen Mannschaften der Liga.
Die Rangers beenden die Saison somit auf Platz 2, trotz der besten Tordifferenz der Liga (+48) und der meisten erzielten Tore (102). Espenauer Topscorer wurde in dieser Saison Marc Berger mit 23 Toren und 12 Vorlagen, der damit im Liga-Ranking Platz 2 belegt. Bester Vorlagengeber der gesamten Liga wurde Aaron Sandrock mit 17 Vorlagen.







